Verschlagwortet: Kommunisten
Aus Raubling stammten gleich fünf der Kommunisten, die am 26.04.1933 in das KZ Dachau gebracht wurden. Es sind dies Xaver Feilnreiter, Johann Haimerl, Josef Schiffl, Wendelin Schmerbeck und Karl Obpacher, der am meisten von sich reden machte. Am 13.05.1933, also nach Verbot der KPD, berichtete der Gemeinde-Kommissär Josef Hofbauer dem...
Hermann Liebig war einer der bedeutendsten Rosenheimer Kommunisten. Er wurde am 02.02.1909 in München als Sohn der Köchin Emma Liebig geboren. Aus seinem Prozessurteil vor dem Oberlandesgericht München vom 03.06.1939 lässt sich einiges über seine Biografie erfahren: „Liebig Hermann ist unehelich geboren. Er wurde von seiner Großmutter in Rosenheim erzogen,...
Neben Ludwig und Friedrich war Peter Kopp der dritte und älteste von drei Brüdern, die alle als Kommunisten am 26.04.1933 in das KZ Dachau eingeliefert wurden. Peter Kopp wurde am 17.09.1901 in Metz geboren und wohnte später in Rosenheim, Fürstätt 2. Als Beruf wird bei ihm angegeben: Hilfsarbeiter und Rosenheimer...
Johann Flunk wurde am 02.06.1904 in Miesbach geboren. Aus einer Vernehmung vor Gericht erfahren wir relativ viel über seinen Lebenslauf und seine politische Entwicklung. In den Tagen vom 22. bis 25.05. sowie am 03.06.1939 stand er zusammen mit anderen wegen Vorbereitung zum Hochverrat vor dem Oberlandesgericht in München. Aus dem...
Der Kommunist Josef Schober wurde am 30.09.1902 als Sohn der „Flußbauarbeitersleute“ Johann und Katharina Schober in Kolbermoor geboren. Als er am 26.04.1933 in das KZ Dachau verbracht wurde, stand auf der entsprechenden Liste hinter seinem Namen: „besonders aktives Mitglied der KPD, Verbreiter von Flugschriften und sonst. Werbematerial“. Josef Schober war...
Am 26.04.1933 wurde Josef Hefter (geboren am 09.10.1911 in Otterkring, Gemeinde Rimsting) ins KZ Dachau eingeliefert. Er wurde auf der sogenannten „Polizeischubliste“ als „Funktionär der RH“ (Rote Hilfe) und als „sehr radikaler u. führender Kommunist“[1] bezeichnet. Nachdem er am 20.04.1933 verhaftet worden und ins Rosenheimer Gefängnis gekommen war, wurde er...
Johann Zeitlhofer kam zusammen mit seinem acht Jahre jüngeren Bruder Josef ins KZ Dachau. Johann trat allerdings politisch viel häufiger als dieser in Erscheinung. Er war, wie es auf der Transportliste heißt, „führender und sehr aktiver Kommunist.“[1] Johann Zeitlhofer wurde am 24.01.1905 in Rosenheim geboren und wohnte 1933, wie sein...
Johann Rosenquist war der jüngste der ins KZ Dachau verbrachten Kommunisten. Nachforschungen über ihn ergaben Folgendes: Er wurde am 05.04.1914 in Lehe (heutiges Wesermünde), das in der Nähe von Stade liegt, geboren und wohnte in Rosenheim in der Kolbermoorer Straße 4. Er stand am 26.04.1933 erst kurz vor seinem 19....
Die zweite Verhaftungswelle Die zweite Welle, mit der noch weitere Kommunisten ins Rosenheimer Gefängnis gebracht wurden, begann am 29.03.1933. Der Historiker Hartmut Mehringer vermutet in Bezug auf ganz Bayern, „daß sich unter den im März/April 1933 Verhafteten sicher nicht unter 2000, wahrscheinlich sogar über 3000 Kommunisten befanden.“[1] Am 26.04. waren...
Verbote und Prügel für Kommunisten (Fortsetzung) Bereits eine Woche später, am 29.07.1932, fand eine öffentliche Erwerbslosenversammlung statt. Ihr Thema war: „Der Kampf der Erwerbslosen gegen Hunger und Faschismus“. Die Versammelten gründeten einen vorläufigen Erwerbslosenausschuss, der die Interessen der Rosenheimer Arbeitslosen beim Stadtrat und dem städtischen Wohlfahrtsamt vertreten sollte.[1] Sie forderten...