Verschlagwortet: NS-Verfolgung
Josef „Sepp“ Sebald verband kommunalpolitisches Engagement mit einer Biografie politischer Verfolgung im Nationalsozialismus. Als Sozialdemokrat wirkte er in Rosenheim als Stadtrat und späterer Oberbürgermeister. Sebald wurde am 17. Oktober 1905 in Aubing bei München geboren. Als Kind kam er nach Rosenheim, wo er eine Lehre als Gerber absolvierte. Ein Arbeitsunfall...
Die Verfolgung der Sinti und Roma in Rosenheim durch die Nationalsozialisten ist bisher wenig untersucht. Beim Stadtarchiv Rosenheim findet sich online ein Beitrag von Richard Prechtl aus dem Jahr 1989, der allerdings keine Informationen über die Familie Reinhardt enthält.[1] Wie damals üblich, wurden rassistische Begriffe teilweise kritiklos verwendet, insbesondere das...
Aus Raubling stammten gleich fünf der Kommunisten, die am 26.04.1933 in das KZ Dachau gebracht wurden. Es sind dies Xaver Feilnreiter, Johann Haimerl, Josef Schiffl, Wendelin Schmerbeck und Karl Obpacher, der am meisten von sich reden machte. Am 13.05.1933, also nach Verbot der KPD, berichtete der Gemeinde-Kommissär Josef Hofbauer dem...
Hermann Liebig war einer der bedeutendsten Rosenheimer Kommunisten. Er wurde am 02.02.1909 in München als Sohn der Köchin Emma Liebig geboren. Aus seinem Prozessurteil vor dem Oberlandesgericht München vom 03.06.1939 lässt sich einiges über seine Biografie erfahren: „Liebig Hermann ist unehelich geboren. Er wurde von seiner Großmutter in Rosenheim erzogen,...
Neben Ludwig und Friedrich war Peter Kopp der dritte und älteste von drei Brüdern, die alle als Kommunisten am 26.04.1933 in das KZ Dachau eingeliefert wurden. Peter Kopp wurde am 17.09.1901 in Metz geboren und wohnte später in Rosenheim, Fürstätt 2. Als Beruf wird bei ihm angegeben: Hilfsarbeiter und Rosenheimer...
Johann Flunk wurde am 02.06.1904 in Miesbach geboren. Aus einer Vernehmung vor Gericht erfahren wir relativ viel über seinen Lebenslauf und seine politische Entwicklung. In den Tagen vom 22. bis 25.05. sowie am 03.06.1939 stand er zusammen mit anderen wegen Vorbereitung zum Hochverrat vor dem Oberlandesgericht in München. Aus dem...
Der Kommunist Josef Schober wurde am 30.09.1902 als Sohn der „Flußbauarbeitersleute“ Johann und Katharina Schober in Kolbermoor geboren. Als er am 26.04.1933 in das KZ Dachau verbracht wurde, stand auf der entsprechenden Liste hinter seinem Namen: „besonders aktives Mitglied der KPD, Verbreiter von Flugschriften und sonst. Werbematerial“. Josef Schober war...
Verbote und Prügel für Kommunisten (Fortsetzung) Bereits eine Woche später, am 29.07.1932, fand eine öffentliche Erwerbslosenversammlung statt. Ihr Thema war: „Der Kampf der Erwerbslosen gegen Hunger und Faschismus“. Die Versammelten gründeten einen vorläufigen Erwerbslosenausschuss, der die Interessen der Rosenheimer Arbeitslosen beim Stadtrat und dem städtischen Wohlfahrtsamt vertreten sollte.[1] Sie forderten...