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Verschlagwortet: NS-Zeit

Die Erinnerungen des niederländischen Zwangsarbeiters Karel Hobo als historische Quelle: Alltag, Zwangsarbeit und Überlebensstrategien in Südostbayern während der letzten Monate des Zweiten Weltkriegs

Die Geschichte der Zwangsarbeit gehört zu den dunkelsten Kapiteln der nationalsozialistischen Herrschaft. Zwischen 1939 und 1945 wurden mehr als 13 Millionen Menschen aus den von Deutschland besetzten Ländern verschleppt und zur Arbeit im Deutschen Reich gezwungen.[1] Die überlieferten Erinnerungen des niederländischen Zwangsarbeiters Karel Hobo stellen eine besonders wertvolle historische Quelle...

Verfolgung und Erinnerung: Josef „Sepp“ Sebald in der NS-Zeit

Josef „Sepp“ Sebald verband kommunalpolitisches Engagement mit einer Biografie politischer Verfolgung im Nationalsozialismus. Als Sozialdemokrat wirkte er in Rosenheim als Stadtrat und späterer Oberbürgermeister. Sebald wurde am 17. Oktober 1905 in Aubing bei München geboren. Als Kind kam er nach Rosenheim, wo er eine Lehre als Gerber absolvierte. Ein Arbeitsunfall...

Die Verfolgung und Ermordung der Familie Reinhardt aus Rosenheim

Die Verfolgung der Sinti und Roma in Rosenheim durch die Nationalsozialisten ist bisher wenig untersucht. Beim Stadtarchiv Rosenheim findet sich online ein Beitrag von Richard Prechtl aus dem Jahr 1989, der allerdings keine Informationen über die Familie Reinhardt enthält.[1] Wie damals üblich, wurden rassistische Begriffe teilweise kritiklos verwendet, insbesondere das...

Karl Obpacher (Biografie eines Rosenheimer Kommunisten)

Aus Raubling stammten gleich fünf der Kommunisten, die am 26.04.1933 in das KZ Dachau gebracht wurden. Es sind dies Xaver Feilnreiter, Johann Haimerl, Josef Schiffl, Wendelin Schmerbeck und Karl Obpacher, der am meisten von sich reden machte. Am 13.05.1933, also nach Verbot der KPD, berichtete der Gemeinde-Kommissär Josef Hofbauer dem...

Hermann Liebig (Biografie eines Rosenheimer Kommunisten)

Hermann Liebig war einer der bedeutendsten Rosenheimer Kommunisten. Er wurde am 02.02.1909 in München als Sohn der Köchin Emma Liebig geboren. Aus seinem Prozessurteil vor dem Oberlandesgericht München vom 03.06.1939 lässt sich einiges über seine Biografie erfahren: „Liebig Hermann ist unehelich geboren. Er wurde von seiner Großmutter in Rosenheim erzogen,...

Peter Kopp (Biografie eines Rosenheimer Kommunisten)

Neben Ludwig und Friedrich war Peter Kopp der dritte und älteste von drei Brüdern, die alle als Kommunisten am 26.04.1933 in das KZ Dachau eingeliefert wurden. Peter Kopp wurde am 17.09.1901 in Metz geboren und wohnte später in Rosenheim, Fürstätt 2. Als Beruf wird bei ihm angegeben: Hilfsarbeiter und Rosenheimer...

Johann Flunk (Biografie eines Rosenheimer Kommunisten)

Johann Flunk wurde am 02.06.1904 in Miesbach geboren. Aus einer Vernehmung vor Gericht erfahren wir relativ viel über seinen Lebenslauf und seine politische Entwicklung. In den Tagen vom 22. bis 25.05. sowie am 03.06.1939 stand er zusammen mit anderen wegen Vorbereitung zum Hochverrat vor dem Oberlandesgericht in München. Aus dem...

Josef Schober (Biografie eines Rosenheimer Kommunisten)

Der Kommunist Josef Schober wurde am 30.09.1902 als Sohn der „Flußbauarbeitersleute“ Johann und Katharina Schober in Kolbermoor geboren. Als er am 26.04.1933 in das KZ Dachau verbracht wurde, stand auf der entsprechenden Liste hinter seinem Namen: „besonders aktives Mitglied der KPD, Verbreiter von Flugschriften und sonst. Werbematerial“. Josef Schober war...

Josef Hefter (Biografie eines Rosenheimer Kommunisten)

Am 26.04.1933 wurde Josef Hefter (geboren am 09.10.1911 in Otterkring, Gemeinde Rimsting) ins KZ Dachau eingeliefert. Er wurde auf der sogenannten „Polizeischubliste“ als „Funktionär der RH“ (Rote Hilfe) und als „sehr radikaler u. führender Kommunist“[1] bezeichnet. Nachdem er am 20.04.1933 verhaftet worden und ins Rosenheimer Gefängnis gekommen war, wurde er...

„Eine Schande für unsere Stadt“: Das Treffen der ehemaligen Waffen-SS-Division „Das Reich“ in Rosenheim, Herbst 1971

Als militärische Eliteeinheit stellte die Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg eine Art „zweites Heer“ neben der Wehrmacht dar. 1944 erreichte sie mit knapp 600.000 Mann ihre höchste Personalstärke.[1] Die Mitglieder der Waffen-SS waren hochgradig ideologisiert und galten als besonders kampfstark – teils waren sie in schwerste Kriegsverbrechen verwickelt. Nach 1945 organisierten sich...